Fachwarte für Obst und Garten im Landkreis Böblingen

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Astern

Yvonne Strecke

  Im Jahre 2002 wurde die Aster vom Bund der Staudengärtner zur Staude des Jahres gewählt, eine Pflanze, die man allgemein gerne mit dem Herbst verbindet, denn wenn die Staudenastern blühen, stimmt der Herbst den Abgesang des Gartenjahres an. In vielen Gärten können wir jetzt die verschiedensten Blau-und Lilatöne der Astern bewundern.

  Die Harmonie der Herbstfarben drückt sich aus durch das Zusammenspiel der Astern mit der Färbung der Blätter.

  Der wissenschaftliche Gattungsname kommt von Astrum (Gestirn) und bezieht sich auf die sternstrahlige Anordnung der Zungenblüten im Körbchen. Astern sind Korbblütler, die in zahlreichen ausdauernden Arten in unseren Gärten verbreitet sind.

  Die Palette der Astern ist sehr groß, schon im Mai blühen die ersten Astern, die Frühlingsastern, bekannte Sorten sind hier die Bergastern sowie die Leuchtenburg mit ihrer Herkunft aus dem Himalaya, beide Sorten blühen im Mai und werden ca. 50 cm hoch.

  Die Bergastern (Aster amellus) mit einer Höhe von 50-60 cm blühen von Juli bis September und passen so sehr zu den Herbstastern. Bekannte Sorten sind Breslau (blauviolett), Veilchenkönigin oder Hermann Löns. Zu dieser Gruppe gehört auch eine robuste Wildart, Aster linosyris, mit goldgelbem dichten Dolden, 60 cm hoch.

  Zwergherbstastern, ebenfalls Herbstblüher bekannt auch als Kissenastern, sind genügsame, aber wirkungsvolle Stauden für Heidegärten oder als Randbepflanzung sie sind 25-40 cm hoch, eine reinweisse Sorte ist das Schneekissen oder Prof. A. Kippenberg.

  Die stark wachsenden Rauchblattastern werden relativ hoch (bis 180 cm) und es passen deshalb nur wenige Pflanzen mit niedrigen Astern auf einem Beet zusammen. Bekannte Sorten sind Barr’s Blue oder Treasure, dunkellila und mit einer Höhe von 180 cm. Hier gibt es auch rote und weisse Sorten.

  Die Glattblattastern (Aster novi- belgii) sollten auch genannt werden; eine reich blühende Staude, Höhe bis 120 cm, es gibt sie in den Sorten Royal blue oder Weißes Wunder.

  Kultur: Die Astern brauchen einen guten durchlässigen Boden und volle Sonne. Beim Pflanzen ist auf einen weiten Abstand zu achten. Die Vermehrung erfolgt durch Teilung der Wurzelstöcke oder durch Aussaat.

 Die Astern sind anspruchslose Beetstauden, die durch häufige Teilung jung bleiben. Alle Astern sind Treffpunkt für Schmetterlinge. Glattblättrige Astern sind mehltaugefährdet die rauhblättrigen dagegen sind eher unempfindlich.