{"id":2656,"date":"2026-04-27T19:52:00","date_gmt":"2026-04-27T17:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fachwarte.de\/?p=2656"},"modified":"2026-04-27T19:53:07","modified_gmt":"2026-04-27T17:53:07","slug":"von-der-wurzel-her-die-zukunft-des-streuobsts-denken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fachwarte.de\/?p=2656","title":{"rendered":"Von der Wurzel her die Zukunft des Streuobsts denken"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-2665\" src=\"https:\/\/www.fachwarte.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_6717-300x170.jpg\" alt=\"\" width=\"527\" height=\"304\" \/><\/p>\n<p>Im Vorfeld der diesj\u00e4hrigen Mitgliederversammlung durfte die Fachwartvereinigung einen spannenden Gast begr\u00fc\u00dfen: Christoph Schulz von der Arbeitsgemeinschaft Wurzel des Pomologen-Vereins referierte zum Thema<br \/>\n<b>\u201eVon der Wurzel her die Zukunft des Streuobsts denken\u201c<\/b>.<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Schnell wurde deutlich: Wer \u00fcber die Zukunft unserer Streuobstwiesen spricht, muss nicht nur auf die Krone schauen \u2013 sondern vor allem auf das, was darunter liegt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 15px;\">Im Mittelpunkt standen Fragen, die viele aktuell bewegen: Wie k\u00f6nnen Streuobstwiesen klimaresilient werden?\u00a0<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Welche Anzucht- und Pflanzkonzepte brauchen wir k\u00fcnftig? Welche Rolle spielen alternative Unterlagen, bzw. wurzelechte B\u00e4ume? Und was l\u00e4sst sich vom Forst lernen?<\/p>\n<p>Christoph Schulz warb daf\u00fcr, traditionelle Denkweisen zu erweitern.<br \/>\nAngesichts zunehmender Trockenphasen, Hitzeperioden und ver\u00e4nderter Standortbedingungen m\u00fcsse auch im Streuobstbau neu gedacht werden.<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Dabei r\u00fccken insbesondere starkw\u00fcchsige, anpassungsf\u00e4hige Wurzelsysteme und robuste Jungbaummethoden st\u00e4rker in den Fokus. Die AG Wurzel besch\u00e4ftigt sich genau mit diesen Fragen und forscht an klimaangepassten Unterlagen sowie neuen Anzuchtverfahren.<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: 15px;\">Ein besonderer Schwerpunkt des Vortrags lag auf den sogenannten <\/span><b style=\"font-family: inherit; font-style: inherit;\">Methusalemb\u00e4umen<\/b><span style=\"font-size: 15px;\">.\u00a0<\/span><span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Gemeint sind sehr alte Obstb\u00e4ume \u2013 oft deutlich \u00fcber 100 Jahre alt \u2013, die bis heute vital, ertragreich und widerstandsf\u00e4hig geblieben sind. Solche B\u00e4ume seien gewisserma\u00dfen \u201eevolution\u00e4r gepr\u00fcft\u201c: Sie haben Jahrzehnte mit Frost, Trockenheit, Krankheiten und wechselnden Witterungen \u00fcberstanden. H\u00e4ufig handelt es sich zudem um regionale Sorten mit hoher Anpassungsf\u00e4higkeit. Gerade diese Altb\u00e4ume k\u00f6nnten wertvolle Hinweise f\u00fcr die Auswahl zuk\u00fcnftiger Unterlagen und robuster Streuobstb\u00e4ume liefern.<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Ebenso spannend war der Blick in den Wald: Dort setzt man seit Langem auf standortgerechte Artenwahl, genetische Vielfalt und nat\u00fcrliche Entwicklung. Ans\u00e4tze, die sich \u2013 so Schulz \u2013 auch auf moderne Streuobstsysteme \u00fcbertragen lassen.<\/p>\n<p>Der Vortrag bot viele Denkanst\u00f6\u00dfe und machte Mut: Die Zukunft des Streuobsts liegt nicht allein im Erhalt des Bestehenden, sondern auch im klugen Weiterentwickeln bew\u00e4hrter Systeme.<span class=\"Apple-converted-space\"><br \/>\n<\/span>Oder anders gesagt: <strong>Wer starke B\u00e4ume will, muss bei den Wurzeln anfangen.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Vorfeld der diesj\u00e4hrigen Mitgliederversammlung durfte die Fachwartvereinigung einen spannenden Gast begr\u00fc\u00dfen: Christoph Schulz von der Arbeitsgemeinschaft Wurzel des Pomologen-Vereins referierte zum Thema \u201eVon der Wurzel her die Zukunft des Streuobsts denken\u201c. 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